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Reisen in Mittelamerika (Andere Länder, andere Sit

» erstellt am 2013-03-02 von Rankers
Andere Länder, andere Sitten ... das ist es, was das Reisen so spannend, abwechslungsreich und toll macht. Es fängt beim Wetter an, geht über's Reisen an sich und über die Menschen, mit denen man in Kontakt kommt.


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Was auf der Karte erst einmal relativ klein aussieht, entpuppt sich beim Reisen in den Ländern an sich erst einmal als eher langwierige Sache. Wie schon aus Indien gewohnt, ist das Reisen sehr zeitintensiv und nicht immer komfortabel, aber trotzdem auch immer spannend und günstig, wenn man dann die (für uns) sehr günstigen, öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Dazu kommt, dass die Zeitangaben eher optimistische Schätzungen bzw. völlig haltlos sind. Je nach Strecke kann man schon locker immer zwischen 1,5 und 2 Stunden drauf rechnen und hat dann das ungefähre Ankunftsdatum. Es ist in der Zeitangabe nämlich nicht einkalkuliert, dass die sogenannten "Chickenbuses" an jeder Gießkanne halten bzw. da es keine Haltestellen gibt, einfach jeden überall (auch wenn er nur 5 Meter weiter zum nächsten steht) anhalten. Gleiches natürlich auch beim Aussteigen. Es scheint, dass die Mittelamerikaner, die wir hier gesehen haben, in dieser Beziehung etwas fußfaul sind. Jeder unnötige Meter wird gespart - und dies auf Kosten von Zeit und natürlich auch Sprit und somit der Umwelt.

Schade, denn auf die Umwelt wird nicht so richtig geachtet. Neben dem Spritverbrauch, der z.B. in Nicaragua den Leuten deutlich teurer zu stehen kommt, wird auch der Müll leider oftmals achtlos auf den Boden geworfen - Mülleimer sind Mangelware. Es scheint sich auch wirklich keiner Gedanken hierüber zu machen, z.B. werden Wasserportionen in kleinen Plastikbeuteln angeboten, jeder Getränkehändler füllt das Kaltgetränk aus der Flasche in einen Beutel mit Eis um, die meisten Getränke gibt es alternativ nur in Dosen und der Supermarkt müllt einen mit Einkaufsbeuteln zu. Da ist noch ein ordentliches Stück Arbeit notwendig ... Einzelne Ansätze gibt es wohl schon, aber die Umsetzung wird wohl einige Jahre dauern. Eine Freiwillige aus Brasilien meinte, dass es in ihrem Land so um die 10 Jahre gedauert hat, bis das Umdenken vollständig angekommen ist. Zumindest haben wir letztens einen Autobus gehabt, der Mülleimer hatte und einzelne Autos haben einen Aufkleber, der dazu auffordert seinen Müll mitzunehmen. Ein erster Schritt vor dem Reduzieren ;-)

Die Leute an sich sind durchgehend nett und hilfsbereit. Bisher hatten wir zum Glück (toi, toi, toi) nie das Gefühl, dass wir uns irgendwie in Gefahr begeben haben. In Guatemala war es nur leider so, dass man sehr oft über's Ohr gehauen wurde. Es macht den Anschein, dass sämtliche Preise verdoppelt werden, sobald man danach fragt. Im Nachhinein bekommt man dies dann raus und ärgert sich natürlich. Ich fände es ja ok, wenn es z.B. einen Extrapreis für Touristen gäbe, aber dieser sollte dann auch ausgewiesen und nicht willkürlich sein. In der Regel haben die Touristen ja mehr Geld als das einheimische Volk, aber es frustriert ungemein, wenn man ständig auf der Hut sein muss, um nicht wieder mal nach dem Zufallsprinzip einen Preis genannt zu bekommen. So richtig handeln kann man ja dann auch erst, wenn man ein Gefühl für die Preise hat. Von den drei Ländern, die wir bisher bereist haben (Guatemala, El Salvador und Nicaragua) ist uns dies zum Glück aber auch nur in Guatemala aufgefallen. In den anderen Länder waren die Leute ein Stück weit ehrlicher zu uns - sehr angenehm!


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